Alpenstraße 2025
Gepostet am 16. Dezember 2025 • 14 Minuten • 3384 Wörter
Zusammenfassung
Dieses Jahr hatten wir zusätzlich zu unserem Spanien-Urlaub noch Zeit für einen zweiten großen Urlaub. Aber damit wir es im Fall von Komplikationen mit Kind etwas leichter haben, sind wir dieses Mal in Deutschland geblieben und haben uns die Deutsche Alpenstraße als Ziel für eine 2,5 Wochen lange Camper Reise ausgesucht.
Vom Bodensee aus besuchten wir das Pfahlbautenmuseum, fuhren von dort auf die Alpenstraße, liefen durch die Partnachklamm bei Garmisch-Patenkirchen, schauten uns den Eibsee & Bad Tölz an, machten eine Wanderung zum Tegernsee, liefen bei dichten Nebel um den Spitzingsee, schauten uns Bad Reichenhall an und liefen durch die wunderschöne Weißbachschlucht udn besuchten unzählige Kinderspielplätze mit unserer Tochter, bevor es wieder zurück ging.
Alpenstraße 2025 Reisetagebuch
Nun folgt das detaillierte Reisetagebuch:
Freitag: Reisestart
Am 12. September brachen wir mit unserem Camper am Nachmittag Richtung Alpenstraße auf. Wir hatten aus dem letzten Urlaub schon mitgenommen, dass wir mit unserer Tochter langsamer vorankommen. Deshalb hatten wir dieses Mal deutlich mehr Reisezeit und Puffertage eingeplant, um mehr Flexibilität bei der Planung zu haben.
Wir fuhren eine Weile von Lübeck aus, bis wir einen größeren Stau auf der Höhe von Walsrode vor uns hatten. Wir beschlossen deshalb auf dem Parkplatz des Klosters Walsrode unser Nachtlager aufzuschlagen. Unsere Tochter war auch aufgeregt, weil irgendwie alles anders war und wir im Camper schliefen.
Samstag der 13.09: Autobahnen und Spielplätze
Am Morgen ging ich mit meiner Tochter zum Bäcker und besorgte uns frische Brötchen. Während unsere Tochter auf dem Spielplatz nebenan spielte, frühstückten wir. Anschließend ging es weiter auf die Autobahn.
Als sich nahe Höckelheim wieder ein längerer Stau ankündigte, suchten wir uns in diesem Ort einen schönen Spielplatz mit Spielküche, auf dem unsere Tochter spielte, bis sich Regen ankündigte. Wir flüchteten vor dem Regen wieder ins Auto und fuhren weiter, da sich der Stau inzwischen schon wieder aufgelöst hatte.
Wir hatten noch ein Wohnmobil auf der Autobahn vor uns, auf dem ein homosexuelles Pärchen sich selbst, liegend in lila gekleidet, mit Hund auf der Rückseite des Fahrzeugs plakatiert hatte. Amüsiert und ein bisschen beeindruckt von dem Selbstbewusstsein der beiden WoMo Besitzer ging es auf der Autobahn gut voran, während unsere Tochter einen Mittagsschlaf machte. Als sie wach wurde, hielten wir auf einem Spielplatz in Oppenrod, auf welchem unsere Tochter die schöne große Rutsche und das Wippmotorrad bespielte. Am Nachmittag fuhren wir weiter bis wir Einhausen erreichten und dort unser Nachtlager aufschlugen.
Sonntag der 14.09: Der Bodensee
Morgens brachen wir im Regen auf und fuhren ein Stück, bis unsere Tochter wieder eine Pause brauchte. Wir suchten uns einen Spielplatz in Sindelfingen aus. Dieser Spielplatz hatte eine tolle Doppelschaukel für Kind und Erwachsenen. Wir probierten auch die Rutsche aus, aber die war so nass, dass unsere Tochter beim einmaligen Rutschen so viel Schwung hatte, dass sie ein gutes Stück über das Ende der Rutsche hinaus flutschte und im Dreck landete.
Anschließend ging die Fahrt weiter. Wir machten noch eine Essenspause auf einem Park & Ride Parkplatz, bevor wir am Nachmittag Nußdorf erreichten und nahe an einem Skatepark unser Nachtlager aufschlugen. Der Skatepark war an diesem Tag gut besucht und wir beobachteten das Treiben eine ganze Weile. Danach machten wir noch bei Sonnenschein einen Abstecher zum Bodensee. Hier wollte unsere Tochter am liebsten ins Wasser laufen und planschen.
Zurück am Auto erkundete unsere Tochter auch selbstständig die Gegend und setzte sich auf eine knallrote Bank, die ein gutes Stück vom Autoparkplatz an einem Waldrand stand. Anschließend aßen wir noch etwas, bevor wir ins Bett gingen. Da unsere Tochter meistens gegen 19 Uhr schon schläft, haben wir meistens hier noch einen Moment zum Entspannen. Leider war dieser Parkplatz in einem großen Funkloch und ich bekam nur Schweizer Netz, was dazu führte, dass ich auch etwas früher als sonst schlief.
Montag der 15.9: Pfahlbautenmuseum

Am Montag parkten wir das Auto nach dem Frühstück am Bahnhof. Dort gingen wir Einkaufen, wobei wir vergaßen die Bananen zu wiegen und ich anschließend an der Kasse beim Nachwiegen von der Bananensortenauswahl erschlagen wurde und erst im zweiten Versuch die korrekte Bananensorte auswählte. Die Kassiererin amüsierte sich in der Zwischenzeit mit unserer Tochter und war sicher stolz, dass sie sichergestellt hatte, dass ich auch ja die richtige Sorte Bananen abgewogen habe.
Danach nahmen wir den Bus um nach Unteruhldingen zu fahren. Das Wetter war sehr sonnig und wir besuchten das Pfahlbautenmuseum, was sich als kleiner als gedacht herausstellte. Es hatte aber eine tolle interaktive Einführung, bevor wir auf den Stegen die unterschiedlichsten Pfahlbauten erkunden konnten. Neben dem Museum gab es einen großen Spielplatz, den unsere Tochter aufgeregt erkundete. Neben der Nestschaukel fand sie die Kiesel unter dem Klettergerüst am spannendsten.
Anschließend fuhren wir für eine Nacht auf den Campingplatz Gitzenweiler Hof, der sehr schön war mit einem extra Kinderbad und tollen Spielplatz. Dazu bot er eine extra günstigere Übernachtungsgelegenheit für eine Nacht vor der Schranke an. Unsere Tochter kam bei der ganzen Aufregung erst sehr spät ins Bett.
Dienstag der 16.09: Auf der Alpenstraße
Wir starteten aufgrund der verspäteten Bettzeit unserer Tochter auch später als die Tage davor und machten uns auf dem Weg nach Lindau. Dort liefen wir die Altstadtinsel bei relativ gutem Wetter ab. Der kleine Hafen mit seinen beiden Statuen und die bunten Häuser waren auf jeden Fall einen Blick wert.

Anschließend ging es auf die Alpenstraße Richtung Füssen. Dort angekommen bekamen wir im Industriegebiet einen WoMo Platz für die Nacht. Da ich in den letzten Nächten meinen Rücken nach dem Schlafen merkte, kaufte ich mir noch ein Gartenliegepolster, was dieses Problem für den Rest des Urlaubs löste. Wir gönnten uns auch das erste Mal veganes Sushi vom Aldi Süd - das holten wir uns später noch ein paar Mal als schnelles Mittagessen, so oft sogar, dass wir es am Ende des Urlaubs nicht mehr sehen konnten. Unsere Tochter war am Abend ziemlich überreizt und schwierig ins Bett zu bekommen. Vielleicht waren es aber auch die Backenzähne, die ihr wehtaten, wer weiß das schon...
Mittwoch der 17.09: Vorbei an Schloss Neuschwanstein

Am Morgen liefen wir erst zum Lechfall und anschließend durch die Füssener Innenstadt. Am Bahnhof pausierten wir erst am Spielplatz und fuhren später mit dem Bus zurück zu unserem WoMo Stellplatz. Unsere Tochter war nach der Tour so müde, dass sie sich selbstständig in den Kindersitz gesetzt hatte. Als wir weiterfuhren dauerte es auch nicht lange bis sie schlief.
Wir fuhren an Schloss Neuschwanstein vorbei, da wir beide keine Lust auf überlaufene Sehenswürdigkeiten hatten und erst recht nicht dafür das Kind wieder wecken wollten. Aus der Entfernung sah es auch nicht so spektakulär aus. Wir machten stattdessen in Oberammergau einen Zwischenstopp und spazierten durch das Örtchen. Es gab da viele hübsch mit Märchenfiguren bemalte Häuser. In der Fußgängerzone lief unsere Tochter auch eine ganze Weile selbstständig und erkletterte Bänke.
Da das Wetter richtig gut und auch für das Wochenende sehr gut angesagt war, waren leider irgendwie alle Campingplätze ausgebucht. Deshalb mussten wir gezwungenermaßen auf einen großen öffentlichen Parkplatz in Garmisch-Partenkirchen im Camper übernachten. Wir versuchten auch einen Plan für die nächste Woche mit einer Hotelnacht und länger gebuchten Campingplätzen für die Tage danach zu machen, da wir mit unserem Camper, Trockentrenntoilette und Boxio Waschbecken leider nur ein paar Tage autonom sind.
In Garmisch-Partenkirchen gab es leider in der direkten Umgebung von unserem Parkplatz nur einen sehr abgehalfterten Spielplatz zwischen großen Wohnblöcken. Unsere Tochter fand die Rutsche und Wippe auf dem Platz trotzdem toll. Der Parkplatz selbst roch zudem nach Fisch, da hier gerade nebenan ein Freibad trockengelegt wurde.
Donnerstag der 18.09: Partnachklamm & Sonne

Wir brachen morgens nach dem Frühstück vom Parkplatz aus auf, durch das Olympia-Skistadion zur Partnachklamm. Diese Klamm war voll von Touristen und wir mussten auf dem engen, aber gut ausgebauten Gang der Klamm häufiger warten, da sich vor uns was staute. Die Klamm war trotzdem beeindruckend und ziemlich laut. Unsere Tochter quietschte mehrfach beim Durchlaufen der Klamm laut auf vor Begeisterung. Anschließend wanderten wir über den Berg bei Sonnenschein zurück. Am Anfang mussten wir uns dabei etwas beeilen, da hinter uns eine große Gruppe Rentner lief und wir wollten nicht schon wieder von den Menschenmassen ausgebremst werden. Der Weg runter vom Berg führte über eine sehr steile und kurvige Straße und wir waren froh, dass wir hier nur abwärts und nicht aufwärts mussten.
Nach dieser ganzen Aufregung machte unsere Tochter eine Mittagsstunde im Auto auf dem Parkplatz, bevor wir uns in Garmisch-Partenkirchen die Ludwig Straße anschauten und anschließend mit unserer Tochter an einem gut besuchten Spielplatz stoppten. Danach ging es kurz zur nahegelegenen Wallfahrtskirche St.Anton, die leider verschlossen war. Nach einem kurzen Shopping Stopp ging es danach wieder zum Parkplatz wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Wir legten abends eine stinkende Mülltüte unters Auto, damit wir diese nachts nicht riechen mussten, seltsamerweise war diese Tüte am nächsten Morgen verschwunden und weit und breit gab es keine Spur von ihr.
Freitag der 19.09: Eibsee & Bad Tölz

Am Freitag fuhren wir morgens zum Eibsee. Das Wetter war wieder sehr schön und wir hatten eine tolle Aussicht auf den See. Am Morgen war auch noch nicht so viel am See los. Zwischen zwei Bäumen beobachteten wir eine ganze Weile zwei eifrig miteinander kämpfende Eichhörnchen die zwischen den Bäumen hin und her und auf dem Bäumen rauf und runter sprangen. Wir machten ein paar schöne Fotos von dem teilweise türkisgrünen See und hielten für eine Pause an einem Ufer und ließen unsere Tochter etwas mit ihren Händen im Wasser spielen.
Mittags hielten wir wieder beim Aldi Süd und kauften uns veganes Sushi und Salate, bevor wir am Nachmittag auf der Alpenstraße weiter nach Bad Tölz fuhren. Dort hatten wir ein Hotel für die Nacht. Am Nachmittag gingen wir durch die Stadt, bis zur Isar und dort auf einen nahegelegenen Spielplatz. Abends am Hotel bestellten wir uns eine vegane Pizza aufs Zimmer und duschten ausgiebig.
Samstag der 20.09: Kühe in Kreuth
Das Frühstück war im Hotel inklusive. Leider gab es lediglich Marmelade aufs Brötchen. Hätte die Wirtin zuvor von unserer Ernährung gewusst, hätte sie allerdings extra was vorbereitet. Danach fuhren wir die Alpenstraße weiter bis nach Kreuth. Dort liefen wir eine ausgeschilderte Wasserfall Tour durch ein Waldstück und über Wiesen. Die beiden kleinen Wasserfälle waren aber nicht sehr beeindruckend. Dafür bekam unsere Tochter Kühe aus nächster Nähe zu sehen. Das Wetter war weiterhin sehr sonnig. Während der Mittagsstunde unserer Tochter wurden Ziegen und Kühe durchs Dorf getrieben. Obwohl die Kuhglocken ziemlich laut bimmelten, wurde unsere Tochter von dem Lärm nicht wach.
Am Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang durch den Kurpark von Kreuth. Dort gab es "Geräuschsitze" auf denen man mit Knöpfen typische Alpenmusik abspielen konnte. Anschließend verbrachten wir recht viel Zeit auf dem Spielplatz.

Sonntag der 21.09: Der lange Spaziergang zum Tegernsee
Am Sonntag frühstückten wir auf dem Spielplatz, bevor wir auf der Alpenstraße Richtung Tegernsee weiterfuhren. Im nächsten größeren Ort hielten wir kurz bei einem Bäcker, der allerdings sehr gut besucht war. Trotz längerer Schlange bekam ich meine Brötchen und ein Brot recht schnell und der Proviant für den Tag war gesichert.

Wir hielten auf einem Parkplatz unweit vom Rottachfall und liefen von dort einmal um diesen Wasserfall. Auf dem Rückweg schlief unsere Tochter in der Trage ein und weil das Wetter so gut war und wir unsere Tochter nicht wecken wollten, liefen wir einfach ein Stück weiter. Da der Tegernsee irgendwann gar nicht so weit weg war, verlängerten wir unseren Spaziergang trotz erwachter Tochter noch bis zum See. Nach einem kurzen Stopp am Ufer machten wir uns auf den Rückweg und stellten recht schnell fest, dass wir uns mit der Strecke etwas übernommen hatten. Unsere Tochter wollte auf dem halben Rückweg unbedingt aus der Trage. Zum Glück gab es dort einen großen Spielplatz in der Nähe auf dem wir in der Sonne schwitzten. Auf der Tour kamen uns auch einige Menschen in der klassischen bayrischen Tracht entgegen. Am Ende waren wir zwar geschafft, aber glücklich, dass wir das gute Wetter voll ausgenutzt hatten.
Anschließend fuhren wir unseren gebuchten Campingplatz am Schliersee an und verbrachten dort den Abend.

Montag der 22.09: Camping an den Bahnschienen
Der Campingplatz lag direkt an einem unbeschrankten Bahnübergang. Dementsprechend wurden wir etwas unsanft von einem hupenden Zug am Morgen geweckt. Wir wanderten vom Campingplatz aus ins Dorf, das wie der See Schliersee hieß und kauften etwas ein. Anschließend ging es zurück auf dem Campingplatz wo unsere Tochter im Auto ihren Mittagsschlaf hielt. Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Campingplatz und entspannten. Abends war unsere Tochter ziemlich anstrengend.
Insgesamt konnten wir den ganzen Tag über beobachten, wie das Wetter immer schlechter wurde. Meine Frau hat auch eine tolle Fotoserie vom Schliersee gemacht auf dem man sehr gut sehen konnte, wie es immer grauer wurde.
Dienstag der 23.09: Die Nebelwandertour
Wir brachen am Morgen auf zum Spitzingsee. Wir beschlossen die kurze Strecke mit dem Bus zu fahren. Der Bus war total überfüllt. Wir bekamen welche von den letzten freien Sitzplätzen. Nach uns kam noch eine Reisegruppe und eine Schulklasse, die sich in den Bus zwängten. Wir fuhren deshalb zwei Haltestellen weiter als geplant, da wir uns nicht durch diesen vollen Bus prügeln wollten. Die Haltestelle war trotzdem nah am See.

Viel vom See konnten wir trotzdem nicht sehen, da über den ganzen See ein dicker Nebel hing. Wir wanderten trotzdem einmal um den See und machten ein paar schöne Nebelbilder. Auf dem Rückweg war der Bus zwar ziemlich leer, aber fuhr irgendwie auch eine etwas schaukeligere Strecke, weshalb meiner Frau während der Fahrt schlecht wurde.
Der weitere Tag war weiter wolkenverhangen. Wir kauften uns noch TK-Gemüse für eine schöne Gemüsepfanne am Abend und spielten mit unserer Tochter ausgiebig auf dem Spielplatz des Campingplatzes. Nachts prasselte viel Regen laut auf unseren Camper.
Mittwoch der 24.09: Ein Wasserfall im Regen

Wir brachen vom Campingplatz auf, machten einen kleinen Sushi Stopp bei Aldi Süd und stellten uns danach auf den Parkplatz der Max-Aicher-Arena in Inzell. Das Wetter war weiterhin regnerisch. Wir ließen uns davon aber nicht aufhalten und wanderten mit Regenmontur und Regenschirmen zum Weißbachfall und Gletschergarten. Auf dem Rückweg schauten wir noch eine Weile den Eishallensportlern beim Üben zu, bevor wir im Regen unter dem Regenschirm auf dem Campingkocher hinter dem Auto notdürftig unser Abendessen aufwärmten. Währenddessen flitzen Kinder auf Mountainbikes links und rechts (obwohl da kaum Platz war) an uns vorbei. Diese hatten gerade irgendeine Art von Training auf dem Parkplatz. Neben uns hatten auch die Fußballer bei Regen Training. Bei so viel Gewusel und Feuchtigkeit waren wir froh, als wir uns endlich in unseren Bus zurückziehen konnten. Im Auto hatte unsere Tochter jetzt gelernt, wie man Reißverschlüsse öffnet und räumte fröhlich die Kulturtasche meiner Frau aus.
Donnerstag der 25.09: Ach, von hier kommt unser Salz

Wir fuhren weiter auf der Alpenstraße Richtung Bad Reichenhall. Das Wetter war bewölkt mit ein bisschen Regen. Dort machten wir einen ausgiebigen Spaziergang und schauten uns den Königlichen Kurgarten, das Gebäude der alten Saline und die Salzburger Wehr an der Saalach an. Wir spazierten auch noch ein gutes Stück an der Saalach entlang. Leider war hier die nahegelegene Straße gut hörbar.
Danach ging die Fahrt weiter nach Ramsau, wo wir einen Campingplatz für mehrere Tage gebucht hatten.
Freitag der 26.09: Die wunderschöne Weißbachschlucht
Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir vom Campingplatz mit einem Bus die Gegend unsicher machen konnten, doch leider gab es nur noch einen Schulbus der 2x Täglich seine Runde fuhr. Dazu gab es ein Ruf-Taxi, aber wir wussten nicht, wie die unsere Tochter transportieren wollten. Unseren Kindersitz wollten wir auf jeden Fall nicht in fremde Hände geben. Ohne Bus mussten wir leider unseren Plan für die Gegend etwas umstrukturieren und unseren Camper doch fast täglich umbauen. Immerhin bot der Campingplatz einen Brötchenservice an, der uns wenigstens den Weg zum Bäcker sparte.

Nachdem wir unser Auto umgebaut hatten, fuhren wir zur Weißbachschlucht und wanderten mit schlafendem Kind, etwas Sonne und ohne Regen durch diese sehr schöne grüne Schlucht. Im Vergleich zur Partnachklamm waren die bloßen Wassermengen nicht so beeindruckend, dafür war der Weg aber menschenleer und abenteuerlicher.
Anschließend verbrachten wir den Nachmittag noch mit unserer Tochter auf dem Spielplatz des Campingplatzes. Abends hatten wir das Glück, dass auf dem Platz ein Foodtruck mit veganem Jack Fruit Pulled Pork und Pommes kam. So kamen wir in diesem Urlaub auch mal in den Genuss von Fast Food.
Samstag der 27.09: Verzaubert im Zauberwald

Wir fuhren auf einem Parkplatz nahe der Marxenklamm. Diese sehr kleine Klamm konnte man von einer kleinen Brücke aus bestaunen. Hier hat mich am meisten das "blaugrüne" klare Wasser begeistert. Anschließend liefen wir an der Ramsauer Ache entlang durch den Zauberwald zum Hintersee. Anschließend liefen wir einmal um den See, wobei meine Frau sich wunderte, dass die Zeitangabe für den Rundweg bei 45 Minuten blieb obwohl wir schon ein gutes Stück um den See herumgelaufen waren. Anschließend klärten wir nochmal die Bedeutung eines "Rundweges". Wir liefen anschließend wieder an der Ramsauer Ache entlang zurück zum Parkplatz. Das Wetter war während der ganzen Zeit trocken und auf dem Rückweg sogar ein bisschen sonnig.

Am Campingplatz beschlossen wir nochmal um den nahegelegenen Taubensee zu laufen. Dieser See war nicht sehr beeindruckend und auf dem halben Weg fing es an zu tröpfeln. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass der direkte Weg zurück privat war und wir einen großen Umweg im immer stärker werdenden Regen nehmen müssten. Wir gingen ein Risiko ein und folgten einen nicht ausgeschilderten und kaum in unseren Karten verzeichneten Weg quer über ein Feld, der uns zu unserem Erstaunen direkt auf den Campingplatz führte.
Auf dem Campingplatz hatten wir einen eigenen Wasserhahn auf unserem Stellplatz. Nachdem unsere Tochter uns ein paar Mal beim Auffüllen der Flaschen beobachtet hatte, machte sie sich regelmäßig mit ihrem Trinkbecher auf zum Wasserhahn um ihn aufzufüllen. Leider reichte bloßes „Becher unter dem Hahn“ halten nicht aus und wir mussten ihr das eine oder andere Mal helfen beim Auffüllen ihres vollen Bechers.
Sonntag der 28.09: Der Schwarzbachloch Reinfall

Wir beschlossen das Auto auf dem Campingplatz stehen zu lassen und wanderten vom Campingplatz aus zum Schwarzbachloch. Der Weg ging so steil bergab, dass meine Frau kurz vor dem Ziel am liebsten umgedreht wäre, da sie Respekt vor dem Rückweg hatte. Das Schwarzbachloch war eine ziemlich unterwältigende Höhle ohne viel Wasser in dem der Schwarzbach entsprang. Die Geschichte zu diesem Loch mit einer Infotafel und einer Karte der Höhle war da noch das spannendste. Zu sehen gab es auf jeden Fall kaum was. Dafür war das Wetter sogar ein bisschen sonnig. Der Rückweg war schließlich doch nicht so schlimm wie befürchtet und wir gingen um dem Taubensee den längeren Rückweg über den Soleleitungsweg zurück zum Campingplatz und genossen dabei ein paar Sonnenstrahlen.
Am späten Nachmittag war meine Frau etwas geschafft und brauchte mal eine ruhige Minute ohne Kind, weshalb ich unsere Tochter kurzerhand in meine Trage verlud und mit ihr zusammen über den König-Max-Weg spazierte. Hier trafen wir Kühe aus nächster Nähe und genossen ansonsten diesen schönen Weg zwischen Feldern und Waldrand. Das Wetter war auch noch recht schön, sodass die alten Bäume hinter der bergigen Kulisse schön in Szene gesetzt wurde.
Montag der 29.09: Müde
Der Montagmorgen war langsam bei uns. Wir fühlten uns beide etwas urlaubs- bzw. campingmüde. Wir rafften uns auf, um in Berchtesgaden unsere Vorräte aufzustocken. Zufälligerweise gab es unweit vom Parkplatz noch den Triftsteg, eine alte Holzbrücke, zu bestaunen.
Am Nachmittag liefen wir den König-Max-Weg nochmal gemeinsam ab, aber das Wetter war deutlich schlechter und es regnete sogar etwas.
Dienstag der 30.09: In Bayern regnet es nur
Am Dienstag fuhren wir vom Campingplatz ab. Es fing auch an zu regnen, als wir den Platz gerade verließen und uns auf dem Heimweg machten. Der Regen sollte uns noch den ganzen Tag bei der Fahrt durch Bayern begleiten. Wir hielten kurz nochmal um uns einen Kartoffelsalat und ein letztes Sushi von Aldi Süd zu genehmigen. Definitiv unser letztes Sushi für die nächste Zeit. In Wellerstadt machten wir eine längere Spielplatzpause, bevor es weiter ging. Wir schafften es noch aus Bayern und übernachteten auf dem Parkplatz des Waldbad Geschwenda in Thüringen.
Mittwoch der 01.10: Heimat
Am ersten Oktober kamen wir wieder gut durch. Wir machten einen Tank- und Lebensmittel-Stopp am Morgen und mittags eine Spielplatzpause in Elze. Am Nachmittag kamen wir an unserer Wohnung in Lübeck an.
Abschließende Worte
Ich war noch nie so viel auf Spielplätzen wie in diesem Urlaub. Insgesamt stellt sich mit jedem Urlaub mit Kind heraus, das Urlaub mit Kind gar nicht so erholsam ist. Da unsere Tochter auch immer mehr kann und will, wird es immer mehr zur Herausforderung sie zufrieden zu stellen und trotzdem was im Urlaub zu sehen. Vielleicht liegt das auch am Camping, oder der Roadtrip Natur? Wir sind auf jeden Fall am überlegen, wie wir unseren nächsten Urlaub gestalten wollen. Aber jetzt steht demnächst erst mal ein großer Umzug an und für den bin ich jetzt trotzdem ausgeruht genug!
Tags: Urlaub Bayern Alpenstrasse Camping Hotel