Weihnachten Dänemark 2025
Gepostet am 30. Dezember 2025 • 5 Minuten • 1118 Wörter
Weihnachten Dänemark 2025
Bereits vor unseren Hauskaufplänen, buchte meine Frau ein Ferienhaus für Weihnachten in Nørre Vorupør in Dänemark für uns und ihre Eltern. Zusammen mit meiner Frau und Tochter brach ich am Freitag, den 19.12.2025 auf. Eine Fahrt Richtung Dänemark lässt sich immer gut mit einem Besuch bei meiner Familie verbinden. So besuchten wir am Freitag noch meine Großeltern und meine Mutter. Dort traf ich am Abend und darauffolgenden Morgen auch überraschend viele meiner Geschwister.
Am Samstag Morgen nach dem Frühstück spielte unsere Tochter noch kurz im Garten meiner Mutter, bevor wir weiter Richtung Dänemark fuhren. Unterwegs machten wir nur eine kleine Pause, bevor wir am Nachmittag unser Ferienhaus in Nørre Vorupør erreichten. Unsere Tochter ist erst im letzten Teil der Reise eingeschlafen und wir warteten einen Moment bevor sie im Auto wach wurde. Währenddessen stießen auch meine Schwiegereltern zu uns. Das Haus war nicht besonders hübsch, aber der Zustand war in Ordnung, besonders für den günstigen Preis, für welchen wir es gebucht hatten. Am Abend bezogen wir das Haus mit diversen Kisten. Dabei stellte sich direkt heraus, dass wir viel zu viel zu essen eingepackt hatten. Später gab es dann nach dem Essen noch Zeit zum Entspannen und ich spielte noch etwas am Steam Deck bevor es zu Bett ging.

Am Sonntag fuhren wir mit sehr nebeligen Wetter nach Klitmøller, welches Teil des nordischen "Cold Hawaiis" ist und machten dort einen Spaziergang am Strand entlang. Meine Frau hatte extra die recht sperrige Fahrradanhänger/Kinderwagen Kombi von Thule mit und wir testeten die Geländegängigkeit des Wagens am Stand mit unserer Tochter drin. Sie fand es super so windgeschützt durch die Gegend geschoben zu werden. Am Strand später spazierten wir noch etwas durch den Ort und an einem kleinen Bächlein entlang. Abends machten wir noch den Ofen an und spielten Niagara.

Am Montag spazierten wir direkt von unserem Ferienhaus aus an den Strand von Nørre Vorupør. Das Wetter war kalt und windig, aber trocken. Wir schauten uns den Hafen und den Strand an und spazierten einen langen Anleger entlang. Dabei machten wir beim Fahrradkinderanhänger zum ersten Mal den Regenschutz als Windschutz zu, was unsere Tochter sehr spannend fand. Am Anleger war es allerdings auch enorm windig. Danach wärmten wir uns in einem kleinen Laden namens "den gamle butik" auf und bestaunten sehr viel Weihnachtsdeko und seltsame Sammelfiguren. Später machte unsere Tochter noch eine Mittagsstunde, die wir zum Entspannen nutzten, bevor es am späten Nachmittag noch mal auf einen nahe gelegenen Spielplatz ging. Der Spielplatz war super ausgestattet und hatte für alle Altersklassen viel zu bieten. Danach ging es noch mal in den Supermarkt, der wirklich gut ausgestattet war. Hier gab es einen tollen veganen Erdbeerquark von Alpro, den wir in Deutschland noch nicht gesehen haben. Nachdem wir unsere Tochter abends ins Bett gebracht hatten, spielten wir noch ein Escape-Kartenspiel. Unser Spiel wurde leider von dem plötzlichen Schwindelanfall meiner Schwiegermutter unterbrochen. Kurz danach verlor sie zweimal das Bewusstsein, weshalb wir überfordert von der Situation und mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sie dieses Jahr einiges an Herzproblemen überstanden hatte, lieber die Rettungskräfte riefen. Der Notruf klappte gut auf englisch und es kamen lokale Ersthelfer in wenigen Minuten, die uns halfen meine Schwiegermutter zu versorgen. Später kam ein Rettungswagen und fuhr sie in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Tatsächlich hatte sie wohl zu wenig getrunken in den letzten Tagen und in Kombination mit ihren Medikamenten ist ihr Kreislauf viel zu stark abgesackt. Glücklicherweise war das alles in allem "nichts Schlimmes". Sie wurde tatsächlich in der selben Nacht bereits wieder entlassen und von meinem Schwiegervater abgeholt.
Am Dienstagmorgen war sie mit Schlafmangel bereits wieder beim Frühstück dabei. Nach diesen nächtlichen Strapazen brauchten wir aber alle einen ruhigen Tag im Ferienhaus. Wir gingen nur mit unserer Tochter raus zum nahe gelegenen Spielplatz.
Mittwochnacht hatte meine Frau mit einer Panikattacke zu kämpfen, die einiges an Atem- und Entspannungsübungen benötigte, bevor wir sie unter Kontrolle bekamen. Da saß der Schreck vom Vortag wohl doch tiefer als gedacht. Am Morgen waren wir trotzdem fit genug um nach dem Frühstück einen großen Spaziergang durch die Dünen von Nørre Vorupør zu machen.

Die Dünen waren wirklich atemberaubend. Wir hatten auch recht windstilles trockenes und nicht zu kaltes Wetter. Von den Dünen ging es weiter an den Strand, wo wir kurz Steine und Holz sammelten. Leider vergaßen wir dabei etwas die Zeit, weshalb unsere Tochter auf dem Rückweg hungrig, müde und sehr schlecht gelaunt war. Nach einem Powernap in der Trage und etwas zu essen, war für sie die Welt aber wieder in Ordnung. Wir zogen deswegen aber unseren Heiligabend etwas vor, da wir nicht wussten, wie lange die gute Laune unserer Tochter am Abend reicht. Die Bescherung war für unsere Tochter sehr üppig und sie wusste gar nicht womit sie zu erst spielen sollte. Ich ging später ziemlich geschafft gemeinsam mit unserer Tochter ins Bett, während der Rest noch etwas spielte.
Am Donnerstag war der erste Weihnachtstag. Das Wetter war weiter trocken, aber etwas kälter und windiger. Wir fuhren nach dem Frühstück nach Lodbjerg, schauten uns dort bei trockenen den Leuchtturm an, trafen ein paar Menschen, die dort an einer Übernachtungshütte anscheinend übernachtet hatten und gingen durch ein paar Dünen bis zur Steilküste. Dort gab es einen atemberaubenden Ausblick. Nachmittags gingen wir alle noch mal auf dem Spielplatz mit unserer Tochter. Dazu stellte ich fest, dass der Supermarkt in unserem Ort entgegen unseren Erwartungen auch über die Feiertage offen war.

Freitag, am zweiten Weihnachtstag, fuhren wir zu den Stenbjerg Landingsplads. Hier gab es neben einem großen Strand ein paar schöne Fischerhäuser zu sehen. Das Wetter war windiger, aber weiterhin trocken und sehr sonnig. Danach ging es weiter zum Stenbjerg Observationsbunker, einem Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg. Hier hatte man eine gute Aussicht. Anschließend spazierten wir zur Stenbjerg Kirke (Kirche), also zumindest meine Frau und ihre Eltern. Unsere Tochter war gelangweilt, weshalb ich zurückblieb und sie bespaßte. Neben dem Bunker gab es das Kate Lassens Hus mit einer Kunstausstellung. Unsere Tochter fand das kleine Haus mit dem vielen Bildern super spannend und flitze dort minutenlang von Wand zu Wand. Auf halben Weg zur Kirche kam mir der Rest meiner Familie wieder entgegen und wir gingen alle gemeinsam wieder zurück. Abends packten wir schließlich unsere Sachen.
Am Samstagmorgen frühstückten wir noch, bevor wir unsere Sachen einluden und das Haus grob putzen. Wir verabschiedeten uns von den Eltern meiner Frau und fuhren los. In Handewitt machten wir eine größere Pause, bevor wir am Abend Lübeck erreichten. Nach der langen Fahrt und der Ankunft im vertrauten neuem Heim brauchte unsere Tochter abends noch ein bisschen länger als sonst um zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen.
Der Ort hat uns so gut gefallen, dass wir überlegen dort noch mal einen Urlaub zu machen, allerdings wollen wir das nächste Weihnachtsfest in unseren eigenen vier Wänden verbringen.
Tags: Ferienhaus Dänemark Urlaub Weihnachten